Caramba Bulldogs Impfschema

Wir werden ab sofort ein neues Impfschema, welches weitgehend an das der Ludwig-Maximilian-Universität München angelehnt ist, für unsere Welpen einführen. Die für uns sehr gut nachvollziehbaren Gründe, wurden bereits in einem Artikel von Dr. med. vet. Danja Klüver beschrieben, den wir nachfolgend für Interessierte veröffentlichen:

Die Erstimpfung sollte wenn möglich sehr viel später als üblich erfolgen, da das Immunsystem der Welpen noch nicht sehr gut ausgebildet ist. Ein Welpe wird durch die mütterlichen Antikörper, die er mit der ersten Milch (Kolostrum) aufnimmt, geschützt und kann in dieser ganz frühen Phase noch keine eigenen Antikörper bilden. Erst im Laufe der Zeit verringern sich die mütterlichen Antikörper im Blut des Welpen und der Welpe beginnt zunehmend mit der Bildung eigener Antikörper. Das Immunsystem der jungen Welpen muss nun lernen, eine natürliche Toleranz gegen harmlose Umweltkeime und körpereigenes Gewebe zu bilden, damit beides nicht vom eigenen Immunsystem angegriffen wird.

Wird diese empfindliche Phase durch eine Impfung gestört, so kann sich diese natürliche Toleranz unter Umständen nur fehlerhaft ausbilden. Die Folge kann eine nicht adäquate immunologische Reaktion des Welpen auf seine Umwelt sein. Erkrankungen des Immunsystems wie Allergien, Immunschwäche und Autoimmunerkrankungen können die schwerwiegenden Folgen sein.

Durch die Impfung in dieser empfindlichen Phase, wird das Immunsystem zu einer unnatürlichen überschießenden Reaktion, gegen die (bis zu 7 verschiedenen) Impfstoffe gezwungen. Dadurch kann es bei empfänglichen Welpen, später zu einer vermehrten Anfälligkeit des Immunsystems für Krankheiten kommen. Allergien, Immunschwäche oder Autoimmunerkrankungen, sind solche beispielhaften Erkrankungen, mit denen wir es von Jahr zu Jahr vermehrt zu tun haben. Ich sehe in der zunehmenden Verwendung von Mehrfachimpfstoffen, ein zusätzliches Risiko zu erkranken. In der Natur kommen Infektionen mit Krankheitserregern, die die so genannte humorale Immunabwehr (Antikörperbildung) hervorrufen, nur als Einzel- oder höchsten Doppelinfektion vor. Bei der künstlichen Infektion des Welpen mit bis zu 7 Keimen durch eine Mehrfachimpfung, kann das Immunsystem überfordert werden. Außerdem erfolgen die Infektionen mit den natürlichen Feldkeimen immer oral. Die Impfung durch eine Spritze umgeht die natürliche Infektionspforte. Diese demnach nur unzureichende Imitation einer Infektion durch Impfung kann vom Immunsystem des Welpen missverstanden werden und ebenfalls zu Fehlsteuerungen führen. Das Immunsystem des Welpen ist erst mit ungefähr 6 Monaten voll entwickelt.

Die von Caramba Bulldogs empfohlene Grundimmunisierung, sieht demnach wie folgt aus:

  • Ab der 9. Woche, besser 10. Woche, vor der Abgabe an die neuen Besitzer: Staupe + Hepatitis + Parvovirose.
  • 4 Wochen später Auffrischimpfung: Staupe + Hepatitis + Parvovirose.
  • Tollwut empfehlen wir erst mit 6 Monaten als Einzelimpfung, bitte bei Auslandsreisen beachten!
3 Kommentare
  1. Renate
    Renate sagte:

    Ich finde das super!
    Unseren Welpen haben wir mit Absprache des Züchters erst mit 10 Wochen kurz vor der Abgabe gegen Staupe, Hepatitis und Parvo impfen lassen. Mit 16 Wochen gabs noch mal eine Impfung gegen Staupe und Parvo. Nach dem Zahnwechsel Tollwut. Danach keine Impfungen mehr. Leider hat sie trotzdem nach der ersten Läufigkeit eine Allergie entwickelt….. 🙁
    Ich persönlich lasse auch gegen Leptospirose nicht impfen, weil es die Impfung mit den größten Nebenwirkungen ist und durch die Impfung lediglich ein paar Erreger (von Hunderten) abgedeckt sind.
    Aber echt toll, das sich mal ein Züchter Gedanken um so ein Thema macht, anstatt einfach nur die 7fach Hämmer reinzuhauen.
    Grüßli Renate

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